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November 24 2017

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Angriff gegen unbekannt

Der neue Präsident der Entschlüsselungsbehörde ZITiS Wilfried Karl fordert, dass Behörden bei Hackerangriffen zurückschlagen dürfen. Als Beispiel nennt Karl den Bundestagshack von 2015: "Wäre es nicht wünschenswert", so fragt er, "entwendete Dateien und Dokumente zumindest auf den Servern der Diebe zu löschen?"

Das klingt ja, als hätte einzig die fehlende Rechtsgrundlage die deutschen Behörden daran gehindert, das Diebesgut zurückzuklauen. So einfach geht das nicht, Herr Karl!

  1. Daten auf fremden Servern zu löschen ist nicht einfach – schließlich machen auch Hacker Backups.
  2. Karl macht nicht deutlich, was denn der Gegenstand des Gegenangriffs sein soll. Die IP-Adresse, von der aus angegriffen wurde? Die Mitglieder der Personengruppe, denen der Angriff zugeschrieben wird? Die Staaten, aus denen der Angriff scheinbar kommt? Die vermuteten Autoren der Hackertools? Die vermuteten Auftraggeber des Hackerangriffs?

    Wer einen Konflikt hervorrufen möchte, erfindet gerne gegnerische Aggressionen: Der erfundene Tonkin-Zwischenfall 1964 führte zum Einstieg der USA in den Vietnamkrieg. Die erfundenen rollenden Biowaffenlabore begründeten den Irak-Krieg 2003. Wenn wir Cyber-Gegenschläge oder Cyber-Notwehr akzeptieren, dann schaffen wir eine universelle Rechtfertigung für Cyber-Aggressionen.
  3. Hackerattacken werden zur Verschleierung stets so ausgeführt, dass sie staatliche Grenzen überschreiten. Ein behördlicher Gegenangriff auf fremde Staatsgebiete ist völkerrechtlich nicht statthaft und gefährdet den Frieden im Sinne des allgemeinen Gewaltverbots der UN-Charta.
  4. Die Wahl des Ziels eines Gegenangriffs basiert lediglich auf einem Verdacht. Man kann daher auch den Falschen erwischen. Wenn eine deutsche Behörde den Falschen hackt, dann darf dieser – das wäre konsequent – auch die deutsche Behörde hacken.

Meine Forderung deshalb: Kein Hacking durch deutsche Behörden – auch weil alles andere als klar ist, wer den Kürzeren zieht.

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November 23 2017

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